Fragen zu Brunnenpumpen
Frage: Welche Pumpen sind besser? 230V oder 400V?
Antwort: Wo immer es möglich ist, raten wir zu einer Pumpe mit Dreiphasenwechselspannung 400V. Wenn also zwei Pumpen mit gleicher Leistung angeboten werden, die eine mit 230V, die andere mit 400V, sollten Sie zu der 400V Pumpe greifen, wenn 400V vor Ort vorhanden sind. Diese s.g. Drehstrompumpen haben ein wesentlich besseres Anlaufmoment. Das bedeutet, dass z.B. im Falle einer moderaten Versandung, die 400V-Pumpe anlaufen kann, während die 230V-Pumpe nur noch brummt und nicht anläuft. Läuft die Pumpe nicht an, kann es zu Schäden am Motor führen, sofern die Pumpe nicht adäquat geschützt wird.
Des Weiteren haben die 230V-Pumpen einen Betriebskondensator. Dieser hat eine begrenzte Lebensdauer, die, je nach Spannung und Betriebsbedingungen, zwischen 3.000 und 10.000 Betriebsstunden liegen kann. Schäden an den Kondensatoren sind der häufigster Ausfallgrund an Einphasenmotoren.
Bitte beachten Sie aber, dass die 400V-Pumpen in beide Richtungen laufen können. Nur eine davon ist richtig. Die richtige Drehrichtung ist am Gehäuse der Pumpe mit einem Pfeil gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie, dass Sie die Pumpe mittels geeigneter Vorrichtungen (Motorschutzschalter), die Pumpe gegen den Ausfall einer Phase schützen. Pumpen, die nur mit zwei Phasen laufen brennen höchstwahrscheinlich durch.
Frage: Meine neu gekaufte Drehstrompumpe 400V fördert nur einen Bruchteil der angegebenen Menge und baut nur wenig Druck auf.
Antwort: Entweder liegt eine Undichtigkeit am Rohr/Schlauch vor oder die Pumpe dreht in die falsche Richtung
Frage: Ich habe seit Jahren eine Brunnenpumpe in Betrieb. Auf einmal kommt nur sehr wenig Wasser und der Druck baut sich auch nicht auf
Antwort: Wahrscheinlich ist der Druckschlauch / Rohr undicht oder gerissen. Möglicherweise auch irgendwo unterhalb der Wasseroberfläche, so dass es von außen nicht gesehen werden kann. Es kann auch eine Undichtigkeit an den Verbindungen vorliegen. Weniger wahrscheinlich aber möglich ist auch der Ausfall des Pumpenmotors.
Frage: Ich möchte die Brunnenpumpe mit einem elektronischen Druckschalter automatisieren. Benötige ich dazu einen Membranbehälter?
Antwort: auf jeden Fall. Theoretisch ist das an sich nicht nötig. Ohne einen ausreichend großen Behälter muss die Pumpe aber bei jeder noch so geringen Wasserentnahme anspringen. Das kostet zunächst recht viel Strom, weil die Pumpe im Anlauf einen hohen Anlaufstrom benötigt. Des Weiteren belasten permanente Anläufe die Pumpe thermisch und wirken sich auch auf die Gesamtlebensdauer der Pumpe aus.